26.08.2018 14:51

Sieg im ersten Heimspiel

Die ersten zwei Punkte sind unter Dach und Fach: Zum Auftakt der neuen Zweitliga-Saison setzten sich die Handballer des Wilhelmshavener HV in eigener Halle mit 35:34 (17:15) Toren gegen den HC Rhein Vikings durch. Vor 1024 Zuschauern waren Rene Drechsler und Tobias Schwolow (je 7) die erfolgreichsten Werfer auf Seiten der Jadestädter.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase lagen die Düsseldorfer zunächst knapp vorne, weil die Vikings ihre Chancen konsequent nutzten und vor allem über den Kreis immer wieder erfolgreich waren. Als Dennis Doden Mitte des ersten Durchgangs immer häufiger die Finger an die Bälle bekam, kippte die Partie zu Gunsten der Gastgeber, die jetzt vor allem über das schnelle Umschaltspiel zu (einfachen) Toren kamen.

Schwolow eroberte die Führung zurück (10:9/20.) und in der Folge warfen Duncan Postel, die Neuzugänge Kuno Schauer und Yannick Pust sowie Matej Kozul, Sebastian Maas (2) und erneut Schwolow die verdiente 17:15-Pausenführung heraus. Nach dem Wechsel wurden die Gäste dann eiskalt erwischt: Weitere Doden-Paraden und einige Vikings-Fehler nutzte der WHV, um über 20:16 schnell auf 22:17 davonziehen, wobei besonders Rene Drechsler in dieser Phase altbekannte Qualitäten zeigte.

Versuche der Gäste, den WHV mit zwei Auszeiten und taktischen Änderungen aus dem Konzept zu bringen, scheiterten, weil der WHV sich immer wieder Lösungen erarbeitete und sich zudem auch auf die „Bankspieler“ verlassen konnte: Fabrice Lehmann (3) und Jan Josef halfen, die Gäste auf Abstand zu halten (35:31/57.). In der Schlussminute betrieben die Vikings noch fleißig Ergebniskosmetik – der Sieg des WHV geriet aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann nach dem Abpfiff. „Unser Plan, hohes Tempo zu gehen und den Gegner damit permanent unter Druck zu setzen, ist aufgegangen. Jeder Spieler hat seine Qualitäten in die Waagschale geworfen.“ Vikings-Coach Ceven Klatt war angesichts der 35 Gegentore hingegen bedient: „Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Im Vorjahr kassieren wir gegen Wilhelmshaven 43 Tore in zwei Spielen – heute 35 in nur 60 Minuten, weil wir nie richtigen Zugriff bekommen haben.“

W’havener HV – HC Rhein Vikings 35:34 (17:15)
WHV: Doden (12 Paraden), Lüpke; Drechsler 7, Schwolow 7/3, Maas 6, Postel 5, Kozul 3, Lehmann 3, Schauer 1, Josef 1, Köhler 1, Pust 1, Kalafut, Ten Velde, Andrejew.
Vikings:  Bozic (4), Moldrup (11); Hoße 11/6, Weis 7, Oelze 5, Pöter 4, Johnen 3, Artmann 1, Goergen 1, Coric 1, Milas 1, Kozlina, Bahn, Predragovic, Middell.
Schiedsrichter: Klinke/Klinke (Bordesholm)
Zuschauer: 1024  
Strafwürfe: 4/3 –  6/6
Strafminuten: 8 –  12