26.03.2018 12:18

Spiel der verpassten Chancen

Da wäre durchaus mehr drin gewesen: Bei der 24:30 (10:11)-Niederlage bei den Rimpar Wölfen waren die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV über weite Strecken nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft. Die Jadestädter nutzten aber ihre Torchancen nicht konsequent genug und standen deshalb nach dem Abpfiff in Würzburg erneut mit leeren Händen da. Auch ein überragender Tobias Schwolow, der insgesamt zwölfmal traf, konnte die Niederlage am Ende nicht verhindern.

Auch ohne den verletzten Lukas Kalafut und den erkrankten Rene Drechsler lieferten sich die Gäste ein Duell auf Augenhöhe mit dem Tabellenfünften. Zwar wurden schon in der Anfangsphase einige gute Gelegenheiten ausgelassen, da der WHV aber stark verteidigte und auch Torwart Frederick Lüpke sich mehrfach auszeichnen konnte, blieben die Jadestädter den „Wölfen“ auf den Fersen. Einziger Wermutstropfen war die frühe rote Karte gegen Duncan Postel (14.), der nach einem Foul an Stefan Schmitt von den Schiedsrichtern disqualifiziert wurde.

„Wir haben uns trotz aller Nackenschläge nie aufegegeben und ein richtig gutes Spiel gezeigt“, sagte Trainer Christian Köhrmann. „Wenn wir die freien Bälle konsequenter ins Tor geworfen hätten, wäre eine Pausenführung auf jeden Fall möglich gewesen.“ So aber lag der WHV nach 30 Minuten mit 10:11 hinten und lief auch in der zweiten Halbzeit stets einem knappen Rückstand hinterher.

Als Kay Smits nach 52 Minuten auf 22:23 verkürzte und der WHV erneut in Ballbesitz kam, war aus Sicht der Jadestädter noch alles möglich. Ein Offensivfoul und ein weiterer Fehlwurf besiegelten dann aber das Schicksal der Jadestädter, die in der Schlussphase die Ordnung verloren und sich noch mit 24:30 Toren geschlagen geben mussten. „Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg“, so Köhrmann weiter. „Aber wenn du deine Chancen nicht nutzt, holst du halt auch keine Punkte. Das wird gegen Konstanz am kommenden Sonnabend anders aussehen.“         

Rimpar Wölfe – W’havener HV 30:24 (11:10)
DJK: Brustmann (22 Paraden), Wieser; Brielmeier 7, Schömig 3, Kraus 3/1, Bohm 3, Gempp 3, Sauer 3, Bauer 2, Herth 2, Schmidt 2, Schmitt 1, Gorpishin 1, Kaufmann, Meyer.    
WHV:  Lüpke (1. – 48./14), Doden (ab 48./2); Schwolow 12, Smits 6/2, Vorontsov 2, Kozul 2, Andrejew 2, Maas, Postel, Köhler, Ten Velde, Lehmann, Wolterink.
Schiedsrichter: Schaban/Westphal (Berlin)
Zuschauer: 1972
Strafwürfe: 2/1 – 4/2
Strafminuten: 4 – 2  
Disqualifikation: Postel (WHV/14.)