10.02.2019 15:51

Überraschung bleibt aus

Auf eine Überraschung hatten Spieler, Verantwortliche und Fans des Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV zum Auftakt des Jahres 2019 gehofft – leider vergebens: Der TuS N-LÜbbecke war am Ende zu stark für die Jadestädter und setzte sich in der Nordfrost-Arena verdient mit 31:24 (17:10) Toren durch. „Sieben Tore Rückstand zur Pause waren zu viel, um noch einmal zurückzukommen“, sagte Trainer Christian Köhrmann.

Der Favorit setzte schon früh die erste Durfmarke und zog über 4:1 (7.) auf 8:3 (11.) davon. In der Folge verloren die Gäste zwar ihren Spielmacher Lukasz Gierak (15.) nach einem Foul an Matej Kozul, nicht aber den Faden. Während dem WHV vorne der Durchschlag fehlte, fanden die Lübbecker immer wieder Lücken in der Abwehr der Jadestädter und setzten sich bis zur Pause auf 17:10 Tore ab.

Als Lübbecke nach dem Wechsel gar auf 19:10 erhöhte (34.), war die Partie so gut wie gelaufen. Der WHV hielt aber noch einmal dagegen und kam nach Toren im Umschaltspiel auf 17:22 heran (44.). Mehr war aber nicht drin: Zwei Unterzahlsituationen der Gastgeber nutzte der TuS clever aus und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Köhrmann: „Wir haben uns nach der Pause gesteigert, die beiden Zeitstrafen haben uns dann aber den Wind aus den Segeln genommen. Unter dem Strich haben wir in allen Bereichen einfach zu viel liegen lassen.“

Gäste Trainer Aaron Ziercke war nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert: „Wir hatten Respekt vor dem WHV und der Atmosphäre in der Halle. Aber die Konzentration hat gestimmt, so dass wir die Aufgabe hier letztlich souverän gelöst haben. Die Abwehr war Schlüssel zum  Erfolg, weil wir hier – speziell in der ersten Halbzeit – viele Bälle gewonnen haben.“

W’havener HV – TuS N-Lübbecke 24:31 (10:17)
WHV: Doden (1.-20., 31.-52./4 Paraden), Lüpke (21.-30. und ab 53./2); Pust 6, Vorontsov 5/3, Schauer 4,  Drechsler 3, Ten Velde 2, Schwolow 2, Postel 1, Andrejew 1, Kozul, Schluroff, Kozlina, Maas, Lehmann, Köhler.
TuS N: Birlehm (1.-52./12), Tatai (bei einem 7m und ab 53./1); Strosack 10/3, Hövels 5, Walczak 4, Spohn 3, Jaanimaa 2, Gierak 2, Bechtloff 2, Bagaric 1, Speckmann 1, Genz 1, Rakovic, Schade
Schiedsrichter: Heine/Standke
Zuschauer: 1108
Strafwürfe: 4/3 – 4/3
Strafminuten: 4 – 0
Disqualifikation: Gierak (TuS N/15.) nach Foulspiel