23.03.2019 16:01

Volle Kapelle in Emsdetten

Mit viel Selbstvertrauen im Gepäck, aber Respekt vor dem Gegner und der „speziellen Atmosphäre“ haben sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV auf den Weg zum TV Emsdetten gemacht. In der Ems-Halle wollen die Jadestädter ab 19 Uhr an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen und Zählbares mitnehmen. Dabei kann Trainer Christian Köhrmann personell aus dem Vollen schöpfen – auch der zuletzt gesperrte Kreisläufer Daniel Andrejew steht wieder zur Verfügung.

Optimismus im WHV-Lager ist durchaus angebracht: 6:2 Punkte haben die Jadestädter in den letzten Wochen geholt und ihre Ausgangslage im Abstiegskampf damit nachhaltig verbessert, auch wenn die Tabelle den WHV nach wie vor auf dem vorletzten Platz sieht. „Die Ergebnisse der direkten Konkurrenz interessieren mich nur am Rande“, sagt Köhrmann. „Wir schauen nur auf uns, und wenn es uns weiter gelingt, positive Ergebnisse zu produzieren, wird sich das früher oder später auch in der Tabelle widerspiegeln.“ Und Manager Dieter Koopmann ergänzt: „Die Ergebnisse im Tabellenkeller machen uns nicht nervös.  Wir sind erfahren im Abstiegskampf und wissen, dass wir die Liga noch aus eigener Kraft halten können. Außerdem haben wir das Momentum gerade auf unserer Seite.“

Die Ems-Halle im Münsterland war in den letzten Jahren stets ein heißes Parkett für die Jadestädter. Zehn Jahre ist es her, dass die Jadestädter (damals noch in der Nordstaffel der 2. Bundesliga) beim TV Emsdetten gewinnen konnten. Danach folgten nur noch Niederlagen – oft knapp, im Vorjahr beim 22:31 aber deutlich. „Da waren wir keine neun Tore schlechter als Gegner, haben unsere Chancen aber nicht genutzt“, erinnert sich Köhrmann. „Heute wollen wir dem Gegner, den Zuschauern und auch den Schiedsrichtern sofort zeigen, dass wir hier was holen wollen. Wir müssen emotional voll dagegenhalten – in wichtigen Situationen aber kühlen Kopf bewahren.“

Waren beim 29:27-Erfolg noch viele WHV-Spieler grippegeschwächt, hat Köhrmann heute keine Personalsorgen: Miladin Kozlina und Tobias Schwolow hehrten Mitte der Woche ins Training zurück und stehen heute Abend zur Verfügung. Auch Daniel Andrejew ist nach seiner „blauen Karte“ in Hagen wieder mit von der Partie. Ob der lange Kreisläufer auch wieder in die Startformation zurückkehrt, lässt Köhrmann offen. „Mit Merten Krings und Kreisläufer Andre Kropp hat der TV Emsdetten eine Achse, die wir in den Griff bekommen müssen. Duncan Postel hat zuletzt gegen Coburg ein Top-Spiel in der Abwehr gemacht.“