18.11.2017 11:33

WHV hofft auf den 8. Mann

Im Duell mit dem Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim (heute Abend 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) setzen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV auch auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans: „Gegen den Bergischen HC und auch im Spiel gegen den TV Emsdetten haben uns die Zuschauer jede Menge Kraft gegeben“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Diese Emotionen brauchen wir auch heute wieder. Aber dafür muss jeder Spieler von der ersten Minute an Gas geben.“

Unterstützung von den Rängen wird auf jeden Fall nötig sein, denn nicht nur die Qualität des heutigen Gegners (Platz 2, zuletzt 9:1 Punkte in Serie), sondern vor allem die eigene Personalsituation sorgt für Sorgenfalten bei den WHV-Verantwortlichen. Neben Rene Drechsler, der weiter hart an seinem Comeback arbeitet, muss Köhrmann heute Abend auch auf Lukas Kalafut (Kreuzband-Anriss), Fabrice Lehmann (Bruch der Kniescheibe) und Kreisläufer Daniel Andrejew verzichten. Während sich Kalafut und Lehmann beim jüngsten Doppelspieltag gegen den Bergischen HC bzw. in Lübeck verletzt hatten, knickte Andrejew im Training um und zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu.

Aufgrund der anhaltenden Peronalmisere haben die WHV-Verantwortlichen ihre Suche nach potenziellen Neuzugängen in den letzten Tagen intensiviert. Köhrmann: „Wir sind es den Spielern, die sich trotz aller Rückschläge Woche für Woche voll reinhängen, schuldig, in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Aber es muss alles passen – nicht nur finanziell, sondern auch im sportlichen und menschlichen Bereich.“ „Vier bis fünf Kandidaten aus der 1. bzw. 3. Liga haben wir auf dem Zettel“, fügt Manager Dieter Koopmann hinzu. „Unterschrieben ist aber noch nichts.“

Im Vorjahr hat der WHV beide Vergleiche mit den Bietigheimern verloren. Die Gäste reisten bereits am Freitag mit der Empfehlung von zuletzt  zwei Auswärtssiegen an und vertrauen nicht zuletzt auf die Wurfkraft ihres bislang besten Torschützen Gerdas Babarskas (62 Treffer). „Der WHV ist in eigener Halle immer eine gefährliche Mannschaft“, sagt SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer. „Das waren für uns immer hart umkämpfte Spiele – das wird heute Abend sicher nicht anders sein.“