04.11.2017 11:34

WHV hofft auf Überraschung

Als klarer Außenseiter gehen die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener am Abend (Anwurf 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) ins Heimspiel gegen den TV Emsdetten. „Die Westfalen spielen bislang eine ganz starke Saison“, sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. „Spieler wie Jasper Adams oder Merten Krings verfügen über große individuelle Qualität, ein großes Plus ist aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit. Emsdetten zählt nicht zu Unrecht zu den Top-Teams der Liga.“

Trotzdem hoffen die Jadestädter auf eine Überraschung, auch wenn man sich im Vergleich zum schlechten Auftritt in Konstanz (29:38) in  allen Bereichen deutlich steigern muss. Köhrmann: „In Konstanz kamen viele Dinge zusammen, die unter dem Strich zu dieser deutlichen Niederlage geführt haben. Angeschlagene Spieler, dazu der frühe Ausfall von Kay Smits – darüber hinaus haben auch die Absprachen in der Abwehr nicht so funktionert, wie ich mir das vorgestellt habe. Hier haben wir im Training intensiv gearbeitet und ich hoffe, dass wir die Mängel heute abstellen können.“

Personell stehen Köhrmann alle Akteure zur Verfügung. Smits wird dabei ebenso auf die Zähne beißen wie Tobias Schwolow, der nach seiner Schulterverletzung immer besser in Schwung kommt. Ob es reicht, die Negativserie gegen den TV Emsdetten zu beenden und mit dem zweiten Heimsieg wieder ins Liga-Mittelfeld zu rutschen, wird sich zeigen. Bislang wurden seit dem Aufstieg im Sommer 2015 alle vier Vergleiche mit den Münsterländern verloren. Köhrmann: „Serien wie diese interessieren mich nicht. Wir haben uns gut vorbereitet, die Jungs wissen, was auf sie zukommt – trotzdem muss heute Abend alles passen, wenn wir eine Chance haben wollen.“

Gute Nachrichten gibt es unterdessen in der Personalie Rene Drechsler: Nach einer erneuten Untersuchung in Kiel darf der Linkshänder die Belastung in den kommenden Wochen Schritt für Schritt steigern. Ein Comeback noch in diesem Kalenderjahr scheint daher realistisch. „Rene trainiert schon sporadisch mit der Mannschaft. Wir werden die Frequenz nun Schritt für Schritt erhöhen. Vielleicht ist er im Dezember schon bereit für einen Einsatz in der 2. Bundesliga.“