12.09.2017 11:19

WHV vergibt möglichen Sieg

Zweites Unentschieden in Folge für die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Eine Woche nach dem 27:27-Remis bei Aufsteiger HC Elbflorenz Dresden erreichten die Jadestädter auch im Heimspiel gegen den HSC Coburg beim 25:25 (13:13) eine Punkteteilung. Wurde der Zähler in Dresden von den WHV-Verantwortlichen noch als „gewonnener Punkt“ verbucht, sprach Trainer Christian Köhrmann nun von einem „verlorenen Punkt“.

Zu recht, denn eingangs der Schlussphase lagen die Gastgeber mit 23:19 Toren vorne und auch gut eine Minute vor dem Abpfiff hatte der WHV – bei eigenem Ballbesitz und 25:24-Führung – die Chance, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Da die Torgelegenheit aber leichtfertig vergeben wurde und die Oberfranken im Gegenzug von der Linie ausglichen, mussten die Jadestädter bis zur Schlusssekunde zittern.

Da die Gastgeber auch ihren letzten Angriff ebenso verfrüht wie unglücklich abschlossen, hätte Coburg vor rund 1100 Zuschauern in der Nordfrost-Arena um ein Haar sogar noch gewonnen. Zum Glück – aus Sicht des WHV – landete der Ball von Billek aber am Außenpfosten, es wäre die einzige Führung für den Erstliga-Absteiger gewesen.

„Ich bin sicher, dass wir so ein Spiel im Vorjahr knapp verloren hätten“, sagte Köhrmann nach 60 nervenaufreibenden Minuten, in denen sein Team über weite Strecken die bessere Mannschaft war und vor allem in der Abwehr zu überzeugen wusste. „Die Entwicklung geht aber ganz klar in die richtige Richtung, wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Jetzt müssen wir am kommenden Wochenende beim ersten Doppelspieltag (in Hamm und danach gegen Dessau) den nächsten Schritt machen.“

Auch Torhüter Dennis Doden, der mit 15 Paraden eine ganz starke Partie gezeigt hatte, haderte am Ende mit dem einen Punkt. „Für so eine starke Leistung muss man sich einfach auch mal belohnen“, sagte Der Rückkehrer. „Der letzte Angriff war aus unserer Sicht natürlich mehr als unglücklich. Egal ob Tor oder nicht, aber Coburg darf in so einer Situation niemals mehr in Ballbesitz kommen.“      

W’havener HV – HSC Coburg 25:25 (13:13)
WHV: Doden (15 Paraden), Lüpke n.e.; Smits 7/4, Kalafut 4, Maas 3, Postel 3, Vorontsov 3, Schwolow 3,
Andrejew 2, Köhler, Kozul, Lehmann, Ten Velde, Schweigart n.e.
HSC: Krechel (1. – 45./10/1 Tor), Kulhanek (ab 45./1); Billek 8/3, Varvne 7, Hagelin 3, Linhart 2, Riehn 2,
Spross 1, Lex 1, Barsties, Kelm, Kirveliavicius, Weber, Wucherpfennig.
Schiedsrichter: Linker/Schmidt
Zuschauer: 1137
Strafwürfe: 5/4 – 3/3
Strafminuten: 10 – 4