02.03.2019 16:04

WHV will nachlegen

Blitzstart – Rückstand – und am Ende ein grandioser Sieg: Die Zweitliga-Partie zwischen den Handballern des Wilhelmshavener HV und des HSC Coburg war wirklich nichts für schwache Nerven. Am Ende bejubelten die Jadestädter einen überraschenden 29:27 (13:16)-Heimerfolg über den Favoriten aus Bayern, der dem WHV zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt beschert. Bester Werfer der Gastgeber war Linkshänder Rene Drechsler mit acht Treffern.

Trainer Christian Köhrmann sprach nach der Partie von einem Spiel mit „vielen unterschiedlichen Phasen“: Dazu gehörte sicherlich die Anfangsphase, in der die Jadestädter den Gegner schlichtweg überranten und nach knapp sieben Minuten mit 6:1 vorne lagen. Und die Phase, in der die Gäste die bessere Mannschaft  waren und den Rückstand mit knallharter Deckung und großer individueller Klasse im Angriff in eine 16:13-Pausenführung verwandelten.

Entscheidend war aber (wie so oft) die Schlussphase: Nach vorne gepeitscht von 1000 euphorisierten Fans wuchsen die Jadestädter in den letzten Minuten über sich hinaus, machten vorne wie hinten die „big points“ und durften nach dem Abpfiff völlig verdient jubeln. Das sah auch HSC-Coach Jan Gorr so: „Der WHV-Sieg geht in Ordnung, weil wir das Spiel trotz Führung nie in den Griff bekommen haben.“ Zwei Bonuspunkte im Kampf um den Klassenerhalt – der erhoffte Sprung im Tabellenkeller blieb aber aus, weil auch die direkte Konkurrenz (mehr oder weniger überraschend) punkten konnte.

„Wir haben uns von den Rückschlägen Ende der ersten Halbzeit nicht entmutigen lassen, haben diszipliniert weitergespielt und immer an den Sieg geglaubt“, lobte Köhrmann sein Team nach dem Abpffif. Und Drechsler richtete den Blick auf die kommenden Aufgaben: „Wenn wir mit diesem Tempo kommen, wird es für jede Mannschaft schwer, das zu verteidigen“, so die Kampfansage des Linkshänders.      

W’havener HV – HSC Coburg 29:27 (13:16)
WHV: Doden (1.-15. und ab 52./3 Paraden), Grunz (15.-52./6), Lüpke; Drechsler 8, Konitz 5, Schwolow 5, Vorontsov 4/2, Ten Velde 3, Postel 3, Kozul 1, Kozlina, Pust, Schauer, Maas, Lehmann, Köhler.
HSC: Kulhanek (1.-19./3), Poltrum (ab 19./6); Prakapenia 10, Knauer 6, Billek 6/2, Jaeger 2, Spross 2,  Varvne 1, S. Weber, P. Weber, Zetterman, Hagelin, Wucherpfennig, Kelm.
Schiedsrichter: Krüger/Schmidt
Zuschauer: 1002
Strafwürfe: 2/2 – 3/2
Strafminuten: 8 – 10