31.03.2018 12:23

Zurück in die Erfolgsspur

Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg (bei 1:8 Punkten) und den Erfolgen der Konkurrenz hat sich die Lage für die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im Abstiegskampf in den letzten Wochen wieder zugespitzt. Heute Abend wollen die Spieler von Trainer Christian Köhrmann wieder zurück in die Erfolgsspur – und zwar mit einem Heimsieg über den direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn HSG Konstanz. Anwurf in der Nordfrost-Arena ist um 19.30 Uhr.

Mit dem Auftritt bei der jüngsten 24:30-Niederlage in Würzburg war Köhrmann am vergangenen Sonntag keineswegs unzufrieden. Eine schlechte Erfolgsquote bei Großchancen und die (zu) dünne Personaldecke verhinderten am Ende ein besseres Ergebnis. „Wir haben über weite Strecken sehr stark verteidigt und uns immer wieder sehr gute Wurfgelegenheiten erarbeitet“, blickt Köhrmann zurück. „Aber wir haben uns viel zu selten belohnt. Hinten raus fehlte dann sicherlich auch die Kraft, um bei einer starken Mannschaft wie Rimpar punkten zu können.“

Das alles ist inzwischen abgehakt, die volle Konzentration gilt nun dem heutigen „Vierpunkte-Spiel“ gegen die HSG Konstanz. Da man gegen die Südbadener bislang in drei Vergleichen noch nicht gewinnen konnte und im Hinspiel beim 29:38 die bislang höchste Saisonniederlage kassiert hat, fordert Köhrmann von seinen Jungs eine deutliche Steigerung – vor allem in der Defensive. „Im Hinspiel haben wir keinen Zugriff gefunden, heute Abend müssen wir Beton anrühren. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir den Grundstein auf jeden Fall in der Abwehr legen.“

Hier hat der WHV-Coach zumindest schon einmal mehr personelle Alternativen als zuletzt in Würzburg. Matej Kozul hat sein Comeback in der Vorwoche gut verkraftet und soll nach einer guten Trainingswoche heute Abend eine wichtige Rolle im Innenblock der 6:0-Deckung spielen. Gut möglich, dass sich auch Lukas Kalafut in der Defensiv-Zentrale wiederfinden wird. „Lukas wurde rund um die Uhr behandelt, die Entscheidung ob, er spielen kann oder nicht, fällt erst nach der Aufwärmphase“, so Köhrmann zu den Einsatzchancen des Slowaken. Da auch Rene Drechsler seine Grippe inzwischen auskuriert hat, ist der Kader für die Konstanz-Partie wohl komplett.

Die Gäste haben sich in den letzten Wochen vor allem dank ihrer Heimstärke wieder Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller befreit und sind bis auf drei Punkte an die Jadestädter herangekommen. Zuletzt gelang der HSG ein 34:32-Heimerfolg über den TV Emsdetten. Auswärts hat die Truppe vom Bodensee im Saisonverlauf aber erst drei Zähler eingefahren (Sieg in Eisenach, Remis in Hildesheim). „Konstanz hat eine starke Truppe mit wurfgewaltigen Rückraumspielern und schnellen Außen“, weiß Köhrmann. „Auch das Spiel über den Kreis funktioniert oft sehr gut. Wir müssen in der Abwehr viele Meter machen und versuchen, dem Gegner so viele Stärken wie möglich wegzunemen.“